English

Chaos Computer Club

Die Wurzeln des Chaos Computer Clubs reichen bis ins Jahr 1981 zurück. Am Tisch der Kommune 1 der Zeitung taz in Berlin trafen sich damals Hacker, selbstbezeichnete "Komputerfrieks". Sie hatten die Möglichkeiten der gerade aufkommenden elektronischen Datennetze erkannt und wollten diese einer kreativen Nutzung zuführen. Die Treffen führten schließlich zur Gründung des CCC.

Es bildeten sich von Beginn an zwei lokale Gruppen in Hamburg und Berlin heraus, deren Zahl auf inzwischen 17 sogenannte Erfakreise angewachsen ist. Im CCC haben inzwischen über 2.300 Mitglieder Spaß am Gerät.

Seit 1984 veranstaltet der CCC den jährlichen Chaos Communication Congress. Im selben Jahr erschien auch die erste Ausgabe der Datenschleuder, das Fachblatt für Datenreisende. Seit 1986 existiert der CCC als e. V., um infolge von Gesetzesänderungen nicht als terroristische Vereinigung zu gelten.

Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen wie dem BTX-Hack, dem Projekt Blinkenlights, der Veröffentlichung von Wolfgang Schäubles Fingerabdruck und der Manipulation niederländischer Wahlcomputer hat sich der CCC einen Namen gemacht, soziale Auswirkungen technischer Entwicklungen anschaulich zu kommentieren. Die Expertise des Club ist deshalb gefragt: Vom Bundesverfassungsgericht über Datenschutzgremien bis zu Wirtschaftsforen und Juristenkonferenzen beteiligen sich die Experten an Gutachten, Stellungnahmen, Vorträgen und Demonstrationen.

Damit der Spaß am Gerät nicht zu kurz kommt, organisieren die Erfas eigenständige Vortragsreihen, Workshops, Konferenzen und Wettbewerbe.

Tags