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Boykott der Musikindustrie ist absolut hörenswert

2006-09-20 00:00:00, webmaster

Zeitgleich zur Popkomm startet der Chaos Computer Club an diesem Wochenende eine Gegenaktion: Unter dem Motto "Boycott Musicindustry" verteilen Mitglieder des Clubs CDs an Passanten. Auf der kostenlosen CD sind namhafte Künstler wie die Beastie Boys oder paniq vertreten, die ihre Musik komplett legal zum Runterladen aus dem Internet anbieten.

Regensburg, September 2006 – Die CD "Pimp My Rights" beinhaltet mit 17 internationalen Interpreten eine bunte Mischung verschiedenster Musikstile. Mit dieser Initiative macht der Chaos Computer Club darauf aufmerksam, daß es neben der teuer erwerbbaren Musik, die eine ganze Industrie finanziert, immer mehr Musiker gibt, die sich dieser Maschinerie nicht anschließen, sondern ihre Musik zum legalen Runterladen kostenfrei ins Netz stellen. Während die Popkomm versucht, die untergehende Industrie scheinbar gesundzufeiern, setzt der Chaos Computer Club auf Aufklärung, was alternative Vertriebsmodelle von Musik angeht. Anstoß zu dieser Aktion gab die Musikindustrie selbst: In den letzten Monaten sorgte sie mit einer regelrechten Klagewelle immer wieder für negative Schlagzeilen.

Geschützt ist die Musik auf der "Boycott Musicindustry" CD durch die "Creative Commons"-Lizenz, die das Kopieren, Verbreiten und Weiterbearbeiten ermöglicht, ohne daß der Künstler die Rechte an seinem Werk verliert. Je härter die Musikindustrie gegen ihre eigenen Kunden vorgeht, umso stärker zeichnet sich der gegensätzliche Trend ab: Künstler, denen es bei ihrer Musik nicht nur um Profit, sondern um Spaß geht.

Der gesamte Inhalt der CD, inklusive Cover und Artwork, ist auch im Netz erhältlich:

 

Mehr Informationen finden sich hier: